Ich sitze im morgendlichen Halbdunkel des Computersaals und eine (ganz) junge Kollegin schneit zum Mail-Holen herein. Bleibt gleich am ersten Gerät bei der Türe hängen.
Hat sie Angst vor mir? Vor einem Gespräch? Vor dem Kennenlernen? Oder bloß keine Zeit, kein Interesse.
Es liegt an mir, das Eis zu brechen, schließlich bin ich der Ältere und sie die Frau.
"Wie geht's dem Theaterprojekt?"
Immerhin, sie geht auf meine Frage ein, lässt ihre mails in der Eingangsbox.
"Das dauert noch, da muss ich mit der Kollegin noch vieles klären ... und dann die Bühne organisieren."
"Schreibst Du auch andere Texte?"
Sie schaut, als ob ich in ihr Privatleben vorstieße. Dann greift sie zum USB-Stick und druckt ohne Worte zwei Seiten aus:
" ... das sind so Mädchentexte."
Ich lese von einer großstädtischen Entliebungsszene, einer Frau, die fühlt, dass den Geliebten das Vibrieren der Begehrlichkeit verlässt. Auch auf dem zweiten Blatt liegen weibliche Gefühle blank, es fehlt die raue Schale erfolgreicher Hollywoodstreifen.
"Ich bin ein Mädchen ... also was die Texte betrifft", behaupte ich nach der Lektüre schmeichelnd.
Ein Anflug eines Lächelns zieht über ihre Lippen.
"Schreibst Du einen Blog? ... Also, um Rückmeldungen zu bekommen", setze ich fort.
"Mich interessiert mehr die Bühne, das optische Umsetzen literarischer Gedanken. Blogs? Das ist doch für die Mädchen."
Hmm, Mädchentexte. Da sitze ich jetzt.
Hat sie Angst vor mir? Vor einem Gespräch? Vor dem Kennenlernen? Oder bloß keine Zeit, kein Interesse.
Es liegt an mir, das Eis zu brechen, schließlich bin ich der Ältere und sie die Frau.
"Wie geht's dem Theaterprojekt?"
Immerhin, sie geht auf meine Frage ein, lässt ihre mails in der Eingangsbox.
"Das dauert noch, da muss ich mit der Kollegin noch vieles klären ... und dann die Bühne organisieren."
"Schreibst Du auch andere Texte?"
Sie schaut, als ob ich in ihr Privatleben vorstieße. Dann greift sie zum USB-Stick und druckt ohne Worte zwei Seiten aus:
" ... das sind so Mädchentexte."
Ich lese von einer großstädtischen Entliebungsszene, einer Frau, die fühlt, dass den Geliebten das Vibrieren der Begehrlichkeit verlässt. Auch auf dem zweiten Blatt liegen weibliche Gefühle blank, es fehlt die raue Schale erfolgreicher Hollywoodstreifen.
"Ich bin ein Mädchen ... also was die Texte betrifft", behaupte ich nach der Lektüre schmeichelnd.
Ein Anflug eines Lächelns zieht über ihre Lippen.
"Schreibst Du einen Blog? ... Also, um Rückmeldungen zu bekommen", setze ich fort.
"Mich interessiert mehr die Bühne, das optische Umsetzen literarischer Gedanken. Blogs? Das ist doch für die Mädchen."
Hmm, Mädchentexte. Da sitze ich jetzt.
teacher - am Sonntag, 17. Juni 2007, 19:50