Unsere liebe Frau Minister möchte gerne Politik als neues Unterrichtsfach unter die 10-14-jährigen bringen. D'accord, schließlich sollen sie ja mit 16 wählen gehen.
Meine 13-jährigen konfrontiere ich im Rahmen der Berufsorientierung mit einem höchst politischem Thema: "Gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung".
Meine Frage: "Um wie viel soll der oberste Chef einer Firma mehr verdienen als der allerunterste Arbeiter?"
Die Nachdenkpause will nicht enden.
Gut, denke ich, die Frage war wohl zu hoch gegriffen.
"Was, schätzt ihr, verdient so eine Putzfrau beim BILLA?"
Wir einigen uns auf schnöde 700 Euro. Netto.
"Und der oberste Chef von BILLA, wie viel soll der verdienen?"
Sie denken nach, zeigen auf, melden sich: 3 x, 4 x, 5 x so viel.
"Hallo! Für 2000 oder 3500 Euro steht der nicht einmal am Morgen auf."
Sie packen es nicht.
"Also ich fordere eine Grenze von 1: 10. Der oberste Chef soll nicht mehr als 10 Mal so viel verdienen wie der einfachste Mitarbeiter."
Das finden sie total unfair.
"Kein Mensch kann zehn Mal so viel arbeiten wie die anderen!"
1:10 halten sie für unfair. Der Unterschied scheint ihnen viel zu groß.
Die Realität ist viel härter, 1:50 keine Seltenheit.
Und die Ungerechtigkeit nimmt zu.
Unverdorbene Kinder - verdorbene Welt, ich arbeite in der richtigen!
Meine 13-jährigen konfrontiere ich im Rahmen der Berufsorientierung mit einem höchst politischem Thema: "Gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung".
Meine Frage: "Um wie viel soll der oberste Chef einer Firma mehr verdienen als der allerunterste Arbeiter?"
Die Nachdenkpause will nicht enden.
Gut, denke ich, die Frage war wohl zu hoch gegriffen.
"Was, schätzt ihr, verdient so eine Putzfrau beim BILLA?"
Wir einigen uns auf schnöde 700 Euro. Netto.
"Und der oberste Chef von BILLA, wie viel soll der verdienen?"
Sie denken nach, zeigen auf, melden sich: 3 x, 4 x, 5 x so viel.
"Hallo! Für 2000 oder 3500 Euro steht der nicht einmal am Morgen auf."
Sie packen es nicht.
"Also ich fordere eine Grenze von 1: 10. Der oberste Chef soll nicht mehr als 10 Mal so viel verdienen wie der einfachste Mitarbeiter."
Das finden sie total unfair.
"Kein Mensch kann zehn Mal so viel arbeiten wie die anderen!"
1:10 halten sie für unfair. Der Unterschied scheint ihnen viel zu groß.
Die Realität ist viel härter, 1:50 keine Seltenheit.
Und die Ungerechtigkeit nimmt zu.
Unverdorbene Kinder - verdorbene Welt, ich arbeite in der richtigen!
teacher - am Donnerstag, 14. Juni 2007, 20:48