"Das weiß ich nicht", gilt nicht.
Wenn mir ein Schüler "Das weiß ich nicht" antwortet, dann zieht sich die Wiederholung in die Länge. Das wissen, fürchten sie.
Ich versuche die Fragen am Anfang der Stunde so zu formulieren, dass Verständnis vor Reproduktion geht. Wenn also jemand anwesend war, logisch denken kann und sich anstrengen will, dann wird er zumindestens so viel sagen können, dass ich mit "ausreichend" abschließen kann. Sagt er trotzdem nichts, dann lege ich Köder aus, ziehe ich Würmer aus der Nase, helfe auf die Sprünge. "Weiß nicht", gibts nicht!
Marco muss andere Vorlieben haben, jedenfalls kann er sich für meinen Unterricht (mein Fach? meine Person? meinen Stil?) nicht erwärmen. Drei Wiederholungen enden grottenschlecht, negativ: Nicht aufpassen, nicht mitdenken, nicht anstrengen - alle Kombinationen hat er ausgeschöpft.
"Die nächste Wiederholung darfst du nicht verhauen, sonst zwingst du mich zu handeln: Warnung, Eltern vorladen ... du kennst das ja."
Marco kapiert und reagiert: "Sie werden schon sehen!"
Offensichtlich will er mir beweisen, dass ich ihn grob unterschätze. Tu ich nicht, aber ich tu so. Ein taktisches Manöver.
Ich bereite die Wiederholungsfragen vor.
Was will ich erreichen?
Soll Marco ein Erfolgserlebnis spüren, wenn er endlich lernt?
Oder:
Soll Marco erkennen, dass monatelanges Tachinieren Konsequenzen hat?
Ich habe es in der Hand!
Ich will beides, Marco bekommt zwei Fragen:
1. Eine einfachere für eine positive Erfahrung und den positiven Jahresabschluss.
2. Ein schwierige für die Erkenntnis, dass selbst intelligente Schüler mitarbeiten und mitschreiben müssen.
Die Rechnung geht auf, es/er "funktioniert" wie geplant. Mit unsichtbaren Fäden greife ich in fremdes Leben.
Fix ist: Das Ergebnis einer Prüfung bestimmt der Lehrer. Mit seinen Fragen macht er die Note. Der Schüler spielt (nur)mit.
Oder auch nicht.
Wenn mir ein Schüler "Das weiß ich nicht" antwortet, dann zieht sich die Wiederholung in die Länge. Das wissen, fürchten sie.
Ich versuche die Fragen am Anfang der Stunde so zu formulieren, dass Verständnis vor Reproduktion geht. Wenn also jemand anwesend war, logisch denken kann und sich anstrengen will, dann wird er zumindestens so viel sagen können, dass ich mit "ausreichend" abschließen kann. Sagt er trotzdem nichts, dann lege ich Köder aus, ziehe ich Würmer aus der Nase, helfe auf die Sprünge. "Weiß nicht", gibts nicht!
Marco muss andere Vorlieben haben, jedenfalls kann er sich für meinen Unterricht (mein Fach? meine Person? meinen Stil?) nicht erwärmen. Drei Wiederholungen enden grottenschlecht, negativ: Nicht aufpassen, nicht mitdenken, nicht anstrengen - alle Kombinationen hat er ausgeschöpft.
"Die nächste Wiederholung darfst du nicht verhauen, sonst zwingst du mich zu handeln: Warnung, Eltern vorladen ... du kennst das ja."
Marco kapiert und reagiert: "Sie werden schon sehen!"
Offensichtlich will er mir beweisen, dass ich ihn grob unterschätze. Tu ich nicht, aber ich tu so. Ein taktisches Manöver.
Ich bereite die Wiederholungsfragen vor.
Was will ich erreichen?
Soll Marco ein Erfolgserlebnis spüren, wenn er endlich lernt?
Oder:
Soll Marco erkennen, dass monatelanges Tachinieren Konsequenzen hat?
Ich habe es in der Hand!
Ich will beides, Marco bekommt zwei Fragen:
1. Eine einfachere für eine positive Erfahrung und den positiven Jahresabschluss.
2. Ein schwierige für die Erkenntnis, dass selbst intelligente Schüler mitarbeiten und mitschreiben müssen.
Die Rechnung geht auf, es/er "funktioniert" wie geplant. Mit unsichtbaren Fäden greife ich in fremdes Leben.
Fix ist: Das Ergebnis einer Prüfung bestimmt der Lehrer. Mit seinen Fragen macht er die Note. Der Schüler spielt (nur)mit.
Oder auch nicht.
teacher - am Mittwoch, 6. Juni 2007, 18:57