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cotopaxi

 

Ich höre noch den Direktor mahnen: "Bitte halten Sie auch in der letzten Woche konsequent ihren Unterricht."

Donnerstag, 4.Stunde. Jour fixe.
Kollegin H. und ich verlassen für 50 Minuten das Schulgebäude und gönnen uns in der gemeinsamen Freistunde einen schnellen Kaffee.

Der anvisierte Coffeeshop versteckt sich im Innenhof eines trendigen Neubaus. Wir lehnen uns gemütlich zurück, und zwar auf Leder, so hell wie der Schaum eines frischen Capuccino. Rundherum dunkles Holz, schnörkellose Linien, gedimmte Leuchten.
Coole Postmoderne strahlt.

Ich mag die heiße Schokolade, in der man noch den Röstgeruch Costa Ricas spürt. H. stürzt den kleinen Braunen hinunter und reißt die Augen auf: Die Kellnerin serviert ein blondes Corona und ein Glas Grünen Veltliner.

"Ahhh ... Verzeihung, das haben wir nicht bestellt."
Kein Bier vor vier - schließlich haben wir noch eine 5. und eine 6.Stunde zu halten, ohne alkoholische Beeinträchtigung.
"Nein, die Gäste aus dem Hinterzimmer möchten Sie einladen."
Blick zu den Billardtischen.
Da winken freundliche Menschen herüber.

Ich: "Das darf aber jetzt nicht wahr sein!"
Sie: "Was werden die über uns denken?"

Da lungert die halbe 8.Klasse in den Fauteuils und amüsiert sich prächtig.

"Die hätten doch jetzt Philosophie!"
"Und weißt Du auch, wo ich in der nächsten Stunde sein werde?"
"Ich kann's mir denken."

Ich trinke das kühle Bier und verlange die Rechnung:
"Eine heiße Schokolade ... und das Corona möchte ich auch zahlen."
"Nein", meint die Kellnerin, "Sie wurden doch eingeladen!"
Sie hat sich über ein fürstliches Trinkgeld gefreut.

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