Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
cotopaxi

 

Das ist keine Frage, keine Vermutung, sondern eine trockene Feststellung: Lehrer werden faul, bequem, nachlässig. Darauf können Sie/sie sich verlassen.

Die allermeisten beginnen mit Enthusiasmus und stürzen sich frisch und lustig in die Klassenarbeit. Das passiert so stürmisch wie unsicher, recht ahnungslos, weder inhaltlich noch pädagogisch ordentlich auf ihren Job vorbereitet. So geraten die ersten Unterrichtsjahre zum stressigen Dauerlauf.

Sobald sie alle gängigen Schulbücher in der Praxis durchgearbeitet haben - das kann schon 10 Jahre beanspruchen - fühlen sie sich sicher genug, ohne stundenlange Vorbereitung vor die Tafel zu treten. Sie beginnen zum ersten Mal durchzuatmen und ihre eigene Lage zu reflektieren.

Ich höre mich um, ohne direkt zu fragen: "Warum bist Du so faul geworden?"

Die Antworten:

1. "Ich habe meine Leistung dem Gehalt angepasst."
(Der Vergleich mit dem Lohnzettel von Studienkollegen sitzt!)

2. "Meine Frau hat nicht studiert und verdient besser als ich. Mein Bäcker auch, der Nachbar sowieso ..."
(Jeder kennt Leute, die mit weniger Arbeit mehr verdienen.)

3. "Wenn ich doppelt so viel arbeite, können dann meine Schüler doppelt so viel?"
(Problem der Produktivität: Zusätzlicher Aufwand rechnet sich nicht ausreichend.)

4. "Was haben die Lehrer davon, wenn sie mehr arbeiten?"
(Keine Karrierechancen im Lehrberuf, keine Belohnungen.)

5. "Ich muss noch 20 Jahre durchhalten. Das geht nur im Schongang!"
(Angst vor dem Alter und vor dem burnout)

6. "Die Leute reden sowieso schlecht von uns."
(Imageprobleme der Lehrer)

7. "Ich habe zuhause zwei Kinder und einen Haushalt zu versorgen, frage nicht."
(Hoher Frauenanteil und viele Nebenbeschäftigungen)

8. "Schau dir die Zustände hier an, alles frustrierend. Wer motiviert mich?"
(Spargesinnung im gesamten Berufsfeld)

10. "Wer mehr arbeitet, der hat bloß mehr Probleme. Wer nichts tut, kann auch nichts falsch machen."
(Beispiel Schulprojekte: Der Aufwand bringt Gegenwind statt Anerkennung.)

11. "Wer will denn, dass ich mehr arbeite? Die Schüler nicht. Die Eltern auch nicht, die Kollegen schon gar nicht ..."
(Anspruchslosigkeit, Abwehrmechanismen der Umgebung)

12. "Was heißt faul? Ich stehe hier stundenlang unter Strom. Keine Mittagspause, keine Zigarettenpause, keine Telefonorgien ... die richtig Faulen sitzen in den Büros herum."
(Der subjektive Vergleich macht sicher und das richtige Bewusstsein fehlt.)

13. "Mein Idealismus wurde nur ausgenützt."
(Erfolgreiche Arbeit zieht weitere Aufträge nach sich. Nur Faulheit und Unfähigkeit schützen vor Überlastung.)

14. "Fällt das jemanden auf?"
(Wenig Kontrolle oder Evaluierung)

15. "Ich schone meine Arbeitskraft, weil das sonst niemand macht."
(Gesunde Einstellung, Einzelkämpfertum)

Fortsetzung möglich.

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:

JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neuen Code anfordern

 

 

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma

development