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cotopaxi

 

Andy schmiert mit einem roten Filzstift im Heft des Nachbarn.

Ich gehe zu ihm und frage: "Was machst Du da?"
Andy, den roten Schreiber in der Hand: "Nix!"
"Wie? Du schmierst nicht im Heft von John?"
"Nein."
John unterstützt seinen angeschlagenen Freund: "Nein, er hat nichts gemacht!"

Mir reicht es, ich drehe das Heft zu mir und zeige auf ein rot übermaltes Wort:
"Andy. Behauptest Du immer noch, dass du nichts gemacht hast?"
"Das war ja nur jetzt!"

???
Was ist das für eine Entschuldigung!
(Die muss ich mir merken: Völlig sinnlos - aber sie wirkt.)

"Und Du, John?"
"Ich hab' nichts gemacht!"
"Du hast doch erklärt, dass Andy nicht geschmiert hat. Er hat aber ..."
"Das habe ich nicht gesehen."
"Wenn Du nichts gesehen hast, kannst Du dann bezeugen, dass er nicht geschmiert hat ...?"

Das Verhör kostet Zeit und Kraft und bringt nichts - außer Abwehr.

Mein Job ist hier sinnlos. Die beiden mauern wie die Profis: Unschuldigen Blick, Opferhaltung und Steherqualitäten trainieren!
Dass einer das Heft des anderen verschmiert, das stört offensichtlich nur einen Lehrer.

Hier die gute Seite der Geschichte:
Andy und John haben später geschworen, dass das neue Video-Kabel ihnen gehört. Daraufhin habe ich es den nachfragenden Kindern der Nachbarklasse zurückgegeben - sie haben es sofort wiedererkannt (an den farbigen Kreidespuren). Mein Job ist doch nicht sinnlos.

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