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cotopaxi

 

BO ist zum Schlummerwort der letzten Jahre verkommen: Berufsorientierung.
Die Grundidee sieht vor, dass alle Lehrer unserer 13-14-jährigen einige Unterrichtstunden dem Thema Berufswahl widmen sollen. Der Biologe spricht vom Gärtner oder Forstwirt, die Deutschlehrerin simuliert Bewerbungsgespräche und die Latein-Kollegen saugen an ihren Fingern, was sonst.

Viel Herzblut legen wir in diese Orientierungshilfe nicht. Schließlich wollen wir die guten, braven Kinder bis zur Reifeprüfung bringen und nicht an die Konkurrenz der berufsbildenden Schulen verlieren.

Über wirre Umwege gelange ich zu einem österreichischen Spezifikum, der dualen Ausbildung.

"Wer nicht mehr lernen will, der lernt einen Beruf", meint einer, der weiß, wovon er spricht, auch wenn er sich in Gegensätzen verheddert.
"Du meinst, so ein Lehrling muss nicht mehr stundenlang in der Schule sitzen?"
"Stimmt."
"Und er verdient auch schon richtiges Geld."
"Genau."
Somit besprechen wir das Miteinander oder Nebeneinander von praktischem Lernen in den Betrieben und theoretischem Wissen aus den Berufschulen.

"Was macht man denn am Ende der Lehrzeit?", frage ich abschließend.
"Die Meisterprüfung."
"Na, da ist noch etwas zwischen dem Lehrling und dem Meister."
"Der Vizemeister."

Er weiß, wovon er spricht.

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