Er hat den Gipfel des Olymp erreicht und stöhnt in Verzweiflung. Er hat einen bedeutenden Lehrauftrag am Psychologischen Institut der Uni erhalten und versinkt in Studentenmassen.
"Es ist schrecklich, was ihr zu uns schickt."
Ich könnte zum hundertsten Male erklären, dass wir niemanden studieren schicken und dass wir auch für die Qualität der Studierenden nur peripher verantwortlich zu machen sind.
Ich stimme einfacherhalber in die Jammerei ein:
"Jaja, sie können keine Mathematik für eure Statistik, kein Englisch für eure Sekundärliteratur und das Deutsch ihrer Referate strotzt vor Fehlern."
"Davon rede ich gar nicht ... das ist gar kein Thema mehr. Aber die Einstellung, die Haltung ... !"
Er lässt mir Zeit zum Nachdenken.
"Die Leute, die bei uns Psychologie studieren, die haben es alle notwendig."
Starker Tobak, aber ich atme erleichtert auf: Dafür kann er mich nicht verantwortlich machen.
"Schau, die Psychologen finden ja keine Jobs. Warum beginnen trotzdem tausende so ein Studium?"
Eine rhetorische Frage, ich warte auf die offensichtliche Antwort.
"Weil sie mit ihren eigenen Problemen nicht fertig werden. Weil sie hoffen, bei uns eine Art Selbstheilung erwirken zu können. Sie wollen sich selbst analysieren, sie wollen in ihre Seele hineinschauen ..."
"Verstehe."
"Schon, aber erstens funktioniert das nicht im Hörsaal mit siebenhundert Studenten und zweitens werden diese Absolventen den wirklich Kranken nicht helfen können."
"Die brauchen selber Hilfe!"
"Genau ... aber in meiner Vorlesung kriegen sie das nicht."
"Das muss man ihnen sagen, reinen Wein einschenken."
"Glaub' mir, das hilft auch niemanden."
Übrigens. Wenn wir mit unseren SchülerInnen nicht mehr fertig werden, wo schicken wir sie hin?
Richtig. Zur Schul-Psychologin.
Von der ich persönlich weiß, dass sie an den einfachsten Herausforderungen des Lebens scheitert. Pssst, hat mir ihre Hauswartin erzählt.
"Es ist schrecklich, was ihr zu uns schickt."
Ich könnte zum hundertsten Male erklären, dass wir niemanden studieren schicken und dass wir auch für die Qualität der Studierenden nur peripher verantwortlich zu machen sind.
Ich stimme einfacherhalber in die Jammerei ein:
"Jaja, sie können keine Mathematik für eure Statistik, kein Englisch für eure Sekundärliteratur und das Deutsch ihrer Referate strotzt vor Fehlern."
"Davon rede ich gar nicht ... das ist gar kein Thema mehr. Aber die Einstellung, die Haltung ... !"
Er lässt mir Zeit zum Nachdenken.
"Die Leute, die bei uns Psychologie studieren, die haben es alle notwendig."
Starker Tobak, aber ich atme erleichtert auf: Dafür kann er mich nicht verantwortlich machen.
"Schau, die Psychologen finden ja keine Jobs. Warum beginnen trotzdem tausende so ein Studium?"
Eine rhetorische Frage, ich warte auf die offensichtliche Antwort.
"Weil sie mit ihren eigenen Problemen nicht fertig werden. Weil sie hoffen, bei uns eine Art Selbstheilung erwirken zu können. Sie wollen sich selbst analysieren, sie wollen in ihre Seele hineinschauen ..."
"Verstehe."
"Schon, aber erstens funktioniert das nicht im Hörsaal mit siebenhundert Studenten und zweitens werden diese Absolventen den wirklich Kranken nicht helfen können."
"Die brauchen selber Hilfe!"
"Genau ... aber in meiner Vorlesung kriegen sie das nicht."
"Das muss man ihnen sagen, reinen Wein einschenken."
"Glaub' mir, das hilft auch niemanden."
Übrigens. Wenn wir mit unseren SchülerInnen nicht mehr fertig werden, wo schicken wir sie hin?
Richtig. Zur Schul-Psychologin.
Von der ich persönlich weiß, dass sie an den einfachsten Herausforderungen des Lebens scheitert. Pssst, hat mir ihre Hauswartin erzählt.
teacher - am Freitag, 12. Januar 2007, 21:15