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cotopaxi

 

Alceste ist mein kindliches Vorbild. Alceste wiegt hundert Kilo und gleicht einem Bären ohne Bart. Er trägt Baseballkappen, wenn die Sonne runterbrennt und Baseballkappen, wenn es kalt wird. Er liebt seine Sonnenbrille, trägt sie aber nur bei Sonnenlicht.
Neulich hat Alceste einen neuen Rucksack bekommen. Die beiden Träger passen gerade noch um seine Schultern, vor der Brust schließt er einen Gurt, der mir bei anderen Rucksackträgern noch nie aufgefallen ist.
"Ist bequem, damit kann man sogar laufen!"
Alceste läuft nie.
Der Rucksack hat Gurte, weil Gurte am Rucksack Sinn machen - wenn man sie benützt. Alcestes Logik wirft mich um.

Alceste liebt seine Mutter, die sich um ihn aufopfernd kümmert. Alceste vertraut ihr ohne Widerspruch. Sie denkt für ihn.
Alceste ist anders, er ist geistig behindert, vielleicht haben Sie es schon erkannt.

Gemeinsam grinsen wir um die Wette, wenn seine Mitschüler Rucksäcke mühselig an einem Träger tragen, Sonnenbrillen im Klassenzimmer, Markennamen auf zerrissenen T-Shirts. Wo lassen die bloß denken?

P.S.: Alceste weckt dabei Verständnis für das scheinbar unlogische Verhalten seiner Klassenkameraden, die seine Freunde nicht werden. Sie wollen selbständig denken, Unabhängigkeit erlangen, gut ankommen.
Die Evolution fordert es so. Nachzulesen bei Konrad Lorenz: "Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit".

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