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cotopaxi

 

Aufmerksam werde ich durch das Geschrei.

Eine Mutter war am vorigen Bahnhof mit ihren beiden Kindern zugestiegen und gleich beim Ausgang stehen geblieben. Ihr schreiendes Kleinkind (etwa 2-3 Jahre) begann zornig auf seine Mutter einzuschlagen. Die Passagiere schauen neugierig hin. Sie reagiert nicht. Lässt sich hauen und anschreien.

Das erinnert mich an eine ähnliche Geschichte im Park. Am Spielplatz tummeln sich zahlreiche Kinder rund um eine Rutsche. Ein älterer Junge stößt einen Kleinen zur Seite und schmeisst sich die Kurven hinunter. Der Kleine taumelt auf der Plattform und wird von seinem Vater vorm Hinunterfallen gerettet. Die anderen Eltern stehen rundherum und beobachten interessiert die Erziehungsmaßnahmen - die auf sich warten lassen. Der Täter wird nicht zur Rede gestellt.

Ich resümiere: Hinhauen und Stoßen ist erlaubt. Das lernen die Kinder dabei.

"Warum greifen die Eltern nicht ein?", frage ich mich.
Meine Vermutung: Sie scheuen sich - besonders vor Publikum - Maßnahmen zu setzen. Unsere heutige Gesellschaft akzeptiert Kinder, die stoßen und hauen mehr als Eltern, die verbieten und sanktionieren. Vor 30 Jahren war es genau umgekehrt.

Die Schule muss diese ungeliebte Rolle übernehmen. Weil wir es nicht zulassen können, dass geschrien, geschlagen und gestoßen wird. Leider ist es wesentlich schwieriger und zeitraubender, eingelernte Strukturen umzuprogrammieren als soziales Verhalten von klein auf zu prägen.

Wer sagt es den passiven Eltern? Hauen ist verboten. Erziehen ist notwendig.

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